SoBa Noodle Bar am Naschmarkt

Gekommen um zu bleiben

Der Naschmarkt hat sich zum Hotspot der hippen asiatischen Küche in Wien etabliert. Neben Supermärkten, die allerlei Buntes und Überraschungen für eigene Versuchskreationen bieten, zwängen sich in alle möglichen und manchmal auch unmöglich engen Ecken, asiatische Gaumenentdeckungsreiseziele. Auf der Rechten Wienzeile neben dem Interrail—Zwischenstop-Schlafplatz "Wombats" hat die „Noodle Bar“ SoBa eröffnet. 

Unterhaltung mit Härtegrad

Gleich beim Reinkommen zeigen die Küchenmeister ihr Können und unterhalten beim Hinschauen den ganzen Aufenthalt hinweg in einer großen offenen Küche mit ihren Künsten. Die alte Ziegelwand und die Stahlträger, die das freigelegte Deckengewölbe stützen, sind schon fast eine Instustrial-Ausstellung im Zusammenspiel mit der im Soba erzeugten Lichtstimmung. Einzig die Sitzbank, an der Fensterfront, an der wir Platz nahmen, hat vom Härtegrad eher an einen Gesundheitssessel erinnert, als an einen gemütlichen Lokalbesuch.

"...Europäer essen sowas nicht..."

In Soba ist Name Programm. Hausgemachte Nudeln werden mit Suppe oder Fleisch serviert. Daneben gibt es nur eine Handvoll anderer Gerichte zum probieren. Die Karte ist glücklicherweise wirklich sehr überschaubar. Das Lokal war während unseres Aufenthalts hauptsächlich von asiatischen Gästen besucht. Ganz witzig war mit welchen überraschten Kommentar unsere Bedienung die Vorspeise, knusprige Entenzunge (€ 7,90.-), brachte, die sinngemäß meinte "...ich dachte Europäer essen sowas nicht..." Aber im Gegenteil, denn obwohl Herrn Ducks Schnabel etwas hart beim beißen war, konnte die Mischung aus Kräutern und Gemüse doch überzeugen. 

Dann habe ich mir das Interessanteste bestellt was ich auf der Karte finden konnte und zwar eine Nudelsuppe mit Fischknödel. Es kam eine ziemlich große Schale mit Suppe, Gemüse und den Sobanudeln in der noch etwa fünf kleine Knödel schwammen. Die Suppe hatte einen leicht fischigen Geruch der nicht besonders ansprechend war. Geschmacklich war sie eher neutral und sehr leicht. Und die Fischknödel selbst waren sehr zart und schmeckten ok. In Summe ist die Suppe nicht der große Kracker gewesen.

Über das Rindfleisch mit Gemüse und hausgemachten Sobanudeln (€ 11,90.-) kann man nicht all zu viel sagen außer dass das Gericht super war. Das Fleisch war extrem zart, und gut gewürzt und allein dafür kann man wieder zu kommen. 

Die Soba Noodle Bar hat uns gut gefallen. Das Lokal ist schön eingerichtet und das Personal ist total freundlich. Die Getränkeauswahl war nicht unbedingt dem sonst eher hippen Naschmarktbesucher angepasst. So haben sich neben Soda, Cola, Bier und Wein keine interessanten alternativen oder hausgemachten Säften drauf befunden, aber die Sobanudeln sind jedenfalls klasse, und für die kann man hingehen.

Adresse und Kontakt 

Soba Noodle Bar

Rechte Wienzeile Ausgang Kettenbrückengasse neben Wombats Hostel. Beim Besuch war das Lokal noch zu neu und es gab noch keine fixen Öffnungszeiten.

 

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