LeBurger der hippe Mäci auf der Mahü

LeBurger der hippe Mäci auf der Mahü

Am oberen Ende der Mariahilferstraße gibt es seit einiger Zeit den Flagship-Store der Selbstbedienungs-Laberl-Kette „LeBurger“. 
Ein einstöckiger Riesen-Schuppen im hippen Industrialdesignlook. Man munkelt, es wurde hier eine „siebenstellige“ Summe investiert. Ich habe mich gefragt, ob denn die Burger, die Thomas Tauber, der Gründer von LeBurger, hier verkauft, diese Investition wert sind.

Der Laden selbst ist tatsächlich toll. Holzboden, Bobo-Kohlefaserlampen, obligatorische Schiefertafeln, viel Holz, Glas und Metall, Sitzsofas - alles sehr beeindruckend. Beim Reingehen tauchen dann auch Erinnerungen an Lofts von begehrten Junggesellen im amerikanischen Filmen in meinem Kopf auf. 
Wie fast immer sind auch diesmal die Auslagenplätze alle besetzt. Gesehen werden ist hier ein essentieller Bestandteil des Besuches. 

Fast Selbstgemacht


Nach etwas Warten konnten wir dann auch einen Auslagenplatz ergattern. Zum Glück, sonst würde uns ja kaum einer der Passanten in den Mund blicken können. Etwas im hinteren Bereich des Ladens - und im Gegensatz zu fast allen anderen Burger-Ketten - ist der Tresen nicht der zentrale Punkt des Lokals. Das Anstellen und Bestellen war dementsprechend auch ein überraschend angenehmer Teil des Besuches für mich. 

Das Grundkonzept im LeBurger ist einfach: Es werden eine kleine Auswahl von Labern im Bun angeboten. Je nach Lust und Laune kann man diese mit bis zu zwanzig Zutaten verfeinern. So kann der normale Hamburger schnell zum „Monster-Ham-Burger alla Champignon-Rucola-Wasabi-Bacon“ werden. 
Ich habe mich für den Double-Bacon-Cheese-Burger entschieden und ihn mit Ei, Zwiebel, Rucola, Tomaten, Gurken und Oliven getopped. Ein LeBurger Monster war entstanden. Der Rückweg zum Sitzplatz führte mich noch an der Saucen-Station vorbei. Zehn hausgemachte Saucen locken die Pommes mit hippen schwarzen Schiefertafeln. 


Eine nicht ganz unwichtige Frage ist aber, ob der Burger nun auch schmeckt: Ich finde ja. Er ist zwar nicht zu vergleichen mit der Weinschenke, aber trotzdem gut. 
Die Buns sind hausgemacht und keine Fertigteile. Ich finde ihren leicht süßlichen Geschmack gut. Sie sind jedoch ziemlich weich und erinnern im Mund schwer an die vom Mäci. Die Burger-Zutaten sind klein geschnitten und alles ist eigentlich recht schön zusammengestellt. Die Patties finde ich nicht besonders gut und auch zu klein für das enorme Bun, aber alles in allem ist der Burger schon gut. 


Die Burger-Basis ist mit €5,80 ebenfalls echt okay. Jedoch kostete mein „verfeinertes“ Exemplar  bereits €13,00, was für ein Selbstbedienungslokal dann doch ziemlich happig ist. Inklusive Getränk und Pommes war ich schnell bei €20,00 angekommen. Aber ja, hier zahlt man eben für den Laden und weniger für den Burger.

LeBurger ist eine Bereicherung für die Mariahilferstraße. Die Burger sind eher teuer. Geschmacklich gibt es in Wien bessere, aber nicht auf der Mahü. Wenn man also Lust auf einen Burger hat, sollte man dort hin gehen.

Kontakt und Öffnungszeiten

Mariahilferstraße 114, 1070 Wien
Mo-Sa von 9.00 bis 24.00, So/Feiertags von 11.00 bis 23.00

Geile fette Riesen in der Burgers Bar

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"Kaffee mit Vaseline und Zinksalbe" - Le Mercerie

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