Die, die hoch fliegen wollen: Die Sky Bar im Steffl

Die, die hoch fliegen wollen: Die Sky Bar im Steffl

Wir haben dem neuen Team in der Sky Bar im Steffl einen Besuch abgestattet. Wie es war und was es abseits der schönen Dachterrasse in der Sky Bar noch gibt, erfahrt ihr hier.

Was wäre Wien ohne den Stephansdom? Was wäre der Stephansdom ohne die unzähligen Geschäfte, Touri-Shops, Bars und Restaurants, die sich wie die Maden um den Speck versammeln?
Auf jeden Fall wär er weniger gut besucht: Wir jedenfalls haben eine Einladung zur Präsentation des neuen Gastro-Konzepts/ „Sky Bar“-Teams in der Kärnterstraße bekommen. Das zu besuchen ließen wir uns nicht nehmen. Die Sky Bar ist ja bei Wienern eher ein Mysterium. Als Dicker Wiener fragt man sich: wer denn ist das Publikum, wovon lebt die Sky Bar? Wir waren total gespannt was uns bei dem Relaunch präsentiert werden sollte. An diesem wunderschönen sonnigen Dienstagnachmittag sind wir also raus aus der Arbeit und weit über die Dächer von Wien gefahren. Im siebenten Stock angekommen ließ man und dann ganz gespannt auf einer der schönsten Dachterassen Wiens nach dem Motto der Bar erwartungsvoll hoffen: „überraschen, begeistern und überzeugen“.

Höhenflug, Dachterasse und Fadesse

Das Einzige was uns überraschte war dann dort die Skurrilität der Fragen der Journalisten an das neue Führungsteam der Bar. Das Einzige was begeisterte waren die Cocktails von Heinz Kaiser und das einzig wirklich Überzeugende war die Unlust von Küchenchef Roman Wurzer, der offensichtlich nicht vor Journalisten reden wollte. Das war nicht nur authentisch sondern das fanden wir auch sehr sympathisch: denn der Küchenchef, der mit 2 Hauben ausgezeichnet wurde tat lieber das was er zurecht tun sollte und was er am besten kann – nämlich kochen.

Das Lokal ist wie so viele im Ersten Bezirk stilistisch geschmackvoll, aber bieder eingerichtet. Beim Personal passt alles, wie es eben bei so einem Presse-Event ist: zuvorkommend und freundlich. Wie es ist wenn normale Menschen kommen, können wir nicht beurteilen. Der Ausblick von der Terrasse auf den Stephansdom ist großartig und für jeden Wien-Touristen einen Abstecher wert. Der neue Barchef Heinz Kaiser (wir Wiener kennen ihn aus Dinos) leistete wie gewohnt tolle Arbeit. Wir bekamen fantastische Cocktails. Jeder im Raum war begeistert und erstaunt über die Kreationen.

Flusskrebs mit Cocktail in der Skybar

Ebenso erstaunt war ich über die Auswahl an angebotenen Speisen. Beim beinahe einstündigen Vortag des Teams wurde „Tradition“, „Nachhaltigkeit“ und die „Regionalität“ der Speisen und Getränke als neues Konzept der Sky Bar in den Vordergrund gestellt. Ich persönlich denke bei traditioneller Österreicher Küche nicht unbedingt als Erstes an Flusskrebse oder Hummer-Burger. Aber was solls, ich bin auch kein Haubenkoch und Roman Wurzer wird’s schon wissen. Beim Probieressen gabs dann einen faden Flusskrebs aus irgendeiner Zucht in Österreich. Nach dem dritten tollen Cocktail war der Höhepunkt der Küche dann eine kleine Kostprobe Krautfleckerl. Meine Mama hatte mir auch immer Krautfleckern gemacht als ich noch zur Schule ging. Geschmacklich waren die Fleckerl auch bei denen von meiner Mutter angesiedelt. Nach einem Blick auf die Karte mussten wir feststellen, dass €16.- für Krautfleckerln und €26,- für ein Kalbsschnitzel aber eher weniger mit Mamas-Küche zu tun haben.

Krautfleckern in der Skybar

Fazit

Wientouristen kann man die die Sky Bar definitiv empfehlen. Es gibt tolle Cocktails und einen wunderschönen Ausblick auf den Stephansdom. Wer interessantes Essen zu einem angemessenen Preis sucht ist hier definitiv falsch. Wir möchten uns trotzdem sehr für die Einladung bedanken, aber in Zukunft schauen wir uns den Stephansdom lieber von woanders an.

Kontakt und Öffnungszeiten

Sky Bar Wien
Mo. - Fr. 10:00 - 02:00 Uhr, Sa 09:30 - 02:00 Uhr und Sonn- und Feiertage:11:00 - 02:00 Uhr

Kuchen von der Ersatz-Oma in der Vollpension

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Exotic Plants Wien

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