Underground Wrestling in Wien

Underground Wrestling in Wien

Das Weberknecht ist nicht wirklich das Lokal in dem man normalerweise seinen Sonntag Nachmittag verbringt. Die dunklen Gemäuer und der Ziegelkeller laden doch eher in den späten wochenendlichen Nächten tanzwütige zu brummenden Beats. Doch seit einiger Zeit gibt es einen nicht unspannenden Grund seinen hippen Bruch zu unterbrechen und auch bei strahlendem Sonnenschein in das Kellerloch abzusteigen. Denn im Weberknecht gibt es Wiener Wrestling.

Während wir die zehn Euro Eintritt bezahlten hörten wir schon von einer jubelnden Menge vom Keller die Stufen hinauf Rufe wie: "...schick den Spaghettifresser eingschriebn ham" grölen. Nicht genau wissend was ich mit dieser an sich ziemlich unpolitischen Info anfangen soll sind wir mal runter in den Keller. Dort war alle komplett voller junger Leute. Im hintersten Bereich standen viele umher und vorne hatte man zwei Reihen mit Bierbanken aufgestellt auf denen wir glücklicherweise noch einen Platz bekamen. Ich sah zwar nicht alles, aber was ich erkennen konnte war, dass sich großteils Zwanzig-, bis Mitte Dreißigjährige, viele Pärchen und ein paar Frauengruppen zum Wrestling begeben hatten. 

Viel Show, viel Testosteron und viel Spaß 

Die Show war mitten im Gange. "Richi Zanoni" hatte die Rolle eines arroganten Bösewichts eingenommen der nicht nur seinen Gegner sondern auch das Publikum bei jeder Gelegenheit verspottete. Im Gegenüber stand der nette Liesinger Loisl, der angeblich im normalen Alltag Angestellter der österreichischen Post ist. Das Publikum feuerte den Postler dementsprechend bei jeder erdenklichen Gelegenheit mit flotten Sprüchen an. Der Moderator machte sich über beide lustig und kommentierte das Szenario. Der tollpatschige Schiedsrichter stand immer etwas verdutzt umher und wendete sich auch oft vom Kampf ab. Diese Gelegenheiten wurden dann als gleich vom bösen Zanoni genutzt um dem Liesinger Postler böse Dinge anzutun wie ihm "die Augen auszukratzen" wodurch das Publikum ganz besonders wild wurde. Nach einigen Kämpfen bei denen immer der "gute" Wrestler gewann und dem finalen Kampf der in einem Unentschieden endete gab es einen großen Applaus und alle Wrestler und Wrestlerinnen kamen auf die Bühne. Der Moderator verabschiedete das Publikum und es wurde noch die Gelegenheit zum Fotomachen mit den Wrestlern geboten. 

Fazit zum Underground Wrestling

Ich kenne Wrestling eigentlich nur aus dem amerikanischen Fernsehen. Die Darstellung im Webernecht kann natürlich mit dieser Millionen-Maschinerie nicht mithalten. Alleine die Bühne auf deren Boden sich natürlich viel abspielt, kann man, da sie nicht hoch genug ist von hinten nicht richtig sehen. Der Weberknecht-Keller ist mühsam, da er durch die vielen Menschen und die Lichtershow unangenehm heiß wird. Sowas ist beim Tanzen geil, aber beim Umhersitzen wirklich anstrengend.

Trotzdem ist das ganze Erlebnis mehr als empfehlenswert. Alle Wrestler sind sehr bemüht eine gute Show zu bieten. Das Publikum macht dabei mit und schnell gibt es eine tolle witzige Stimmung. Ich kann jedem nur empfehlen dort einmal hinzugehen und den Spaß zu genießen.

Kontakt und Öffnungszeiten:

Wrestlingtermine
Weberknecht
Lerchenfelder Gürtel 47-49, 1160 Wien

Großes Schlürfen in der Mochi Ramen Bar

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Himmelblau: Der Himmel ist blau und der Rest wird schön

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