Myanmar - Thailand (Tag 10)

Myanmar - Thailand (Tag 10)

Tag 10: Im Monsun durch den Thailändischen Wienerwald

Die erste Nacht in der offenen Hütte war weniger schlimm als erwartet. Rund um mein Bett hatte das Moskitonetz gehalten. Keine Stiche, keine Wunden. Ich lebte noch und war stolz auf meine Leistung. Dschungeljunge Mogli hätte es nicht besser gemacht. Es war kurz nach sieben als ich mit Alex zum Frühstücksbuffet ging. Um 8.30 würde uns Ranger Dang holen.

Der Plan sah vor wir würden heute bis Nachmittags eine Trakkingtour durch den Nationalpark von Kao Sok machen und nachmittags dann Elefanten besuchen. Meine Freude hielt sich in Grenzen. Es war recht kalt und regnete immer wieder leicht. Als Dschungel-Tour-Organisatorin Marlene zum Frühstück kam staunte ich nicht schlecht. Komplett in Tarngewand gehüllt, mit High-end Bergschuhen, Waterproof-Bag und sonstiger Funktional-Wear eingekleidet, stand sie vor mir. Für Rambo hätte nur die Gesichtsbemahlung gefehlt. Sie blickte mich abfällig an und fragte ob ich denn "so" losgehen wollte.? Ich hatte das Selbe an wie die letzten Tage. Was anderes hatte ich ja nicht mit und meinte: ja, wird schon passen. Kopfschüttelnd ging Marlene und holte sich French Toast.

Nach Frühstück mit Nescafé wartete Ranger Dang schon auf uns. Er arbeitete seit zwanzig Jahren im Nationalpark. An seinen freien Tagen führte er Touristen wie uns durch den Park um sich etwas dazu zu verdienen. Heute hatte er eher weniger Lust. Immer wieder versuchte einer von uns mit ihm ins Gespräch zu kommen. Nur irgendwie wollt er nicht und antwortete immer nur kurz und knapp. Ich war sowas von schlecht laufenden Dates schon gewohnt und ignorierte die Situation gekonnt. Die anderen waren eher enttäuscht.

Ranger Dang führte uns dann entlang des Wanderweges in de Kao Sok Nationalpark. Der war nicht ganz so Dschungeltour wie wir es ursprünglich erwartet hatten. Es war eher so wie wenn man bei uns in den Wienerwald geht. Nur das hier halt andere Bäume standen. Es kamen uns immer wieder Pärchen entgegen oder Kinder mit ihren Eltern. Das war dann noch weniger Dschungel-Experiance. Aber gut, so wars halt. Dann änderte sich das Nieseln auf Monsunregen. Marlene in ihrem Rambooutfit wars Wurscht. Wir anderen hatten so unsere Probleme. Keine unserer "waterproof" Jacken hielt auch nur fünf Minuten stand und wir gaben das Jackentragen auf.

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Als wir zwei Stunden später wieder bei der Lodge ankamen sahen Dani, Alex und ich aus, als wären wir mit Gewand in der Dusche gestanden. Ich murrte. Mir war kalt. Marlene blickte mich belustigt an und meinte nur ich hätte halt eben was Gescheites anziehen sollen.

Für den Nachmittag war die Elephant-experience geplant. Es regnete weiterhin in Strömen. Ich war total fertig und saß mit Hoodie umher. Nach genug Geraunze konnte durchgesetzt werden dass wir das restliche Programm auf morgen verschieben. Viel ist dann nicht mehr geschehen bevor ich mich unter mein Moskitonetz gelegt habe.

Marlene hat noch die Gunst der Stunde genutzt. Alle waren müde, sie hat dann zugesehen dass noch alle betrunken werden und die Gruppe beim Poker komplett ausgenommen. 

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