Myanmar - Thailand (Tag 4)

Myanmar - Thailand (Tag 4)

Tag 4 Armut, Mönche und Geld wie beim Monopoly

Wirklich gechilled begann der Tag diesmal nicht. Happy Taxi hatte Mr. Poo für den Air-Port-Pick-Up für 6.30Uhr früh zu uns bestellt. Nur so würden wir es gut zum Flug um 11 Uhr Richtung Myanmar schaffen. Das bedeutete es musste davor zumindest noch gepackt und etwas Hygiene betrieben werden. Natürlich nicht zu vergessen, war Alexs obligatorisches Morgen-Yoga. Als ich erwachte war er bereits im Wechsel zwischen dem Sonnenanbeter und der Buckelkatze. Die Erfahrung der letzten Tage hatte mich gelehrt, dass ich dem Ganzen nur etwas Aufmerksamkeit schenken musste. Das tat ich auch, schaute und kommentierte. Alex Ziel schien erreicht: ich dachte darüber nach, dass ich mal wieder etwas Bewegung machen müsste, er freute sich und die Yogastunde war vorbei.

Für Alex und mich gab es wieder Frühstück: den Mischmasch an Euroasiatischem Zeug und ein brauendes Wasser bei dem man hier der Meinung war, es wäre Caffee. Dani und Marlene durften uns, wie die Tage zuvor, nur zusehen. Am Flughafen wollten wir dann für die Beiden was besorgen. Pünktlich um 6.30 Uhr fuhr Mr. Poo seinen Toyota mit den viel zu großen Felgen vor. Ob er die wohl extra für uns draufmontiert hatte, damit wir ihn gleich sehen? 

Der DMK-Airport liegt nur 29 km von unserem Hotel dem Rambuttri Village Placa entfernt. Ich dachte wir würden viel zu früh am Fluhafen sein. Die Fahrt dann war erstaunlich. Unser Auto reihte sich ein - In eine gewaltige Schlange. Mir schien als würde diese durch ganz Bangkok reichen. Bald war ich an einen sonntäglichen Supermarktbesuch am Bahnhof erinnert. Vom Eingang an, bis zum Zahlen an der Kassa, wird man auch dort mitgeschoben und hat keinen Einfluss auf Richtung, Geschwindigkeit oder Dauer des Ereignisses. Auch unser Auto wurde auf diese Weise mitgeschoben. Wir benötigten zweieinhalb Stunden für die knapp 30km. Dann aber ging alles recht schnell. Check-In, Gepäckaufgabe, Security-Check, Frühstücks-Suchen.

Das Essen Suchen war schon bisher nicht unbedingt die einfachste Aufgabe. Jeder hatte so seine speziellen Wünsche. Schon seit dem ersten Flugzeug-Essen hatte Alex Verdauungsprobleme. An die lokale Kost traute er sich nun nicht ran. Marlene wollte am Liebsten nur Österreichische Speisen finden, wobei ein guter Burger auch okay für sie war. Sobald sich ihr aber eine Thai-Nudel, nährte schaute sie immer ganz skeptisch. Dani hingegen aß, wie es bei den hippen Leuten gerade üblich ist, keine Gluten. Das brachte natürlich in den Ländern wo "Gluten Free" mehr oder weniger Fremdwörter sind, immer besonders langwierige Essens-Jagden mit sich. So auch am Flughafen. Verloren und hungrig zogen die Beiden durch die Flughafengänge. Ich fragte mich nur wo denn Google Maps für Gluten-Hipsters ist und trank in Ruhe meinen zweiten Starbucks Caffee. Marlene wurde dann mit einem Schinken-Käse-Toast und einem Muffin glücklich gemacht. Dani fand ein Frühstück bei MacDonalds und Alex ein Klo. 

Einige Stunden später waren wir in Mandaly gelandet. Security-Check und alles war dort eher ein Durchwinken. Dann hielt ich das erste Mal die lokale Währung "Kyat" in den Händen. Für die fünf kommenden Tage dachte ich mir rund 200€ abzuheben. Das waren 300.000 Kyat und ein Geldstapel von einer derartigen Größe, dass ich sowas bisher nur beim Monopoly-Spielen in den Händen gehalten hatte. Endlich war meine Brieftasche mal gefüllt. 

Alex hatte uns ein "Air-Port-Pick-Up" organisiert. Ein Angestellter unseres Hotels erwartete uns bereits mit einem Schild. Der war dann so nett und zeigte uns den Stand wo wir das Ticket für den Bus in die Stadt kaufen können. Wir stiegen in den Bus unser "Air-Port-Pick-Up"-Welcome-Mensch fuhr mit seinem eigenen Auto hinterher. 

Die Autobahn war dann vergleichbar mit einer Bundesstraße bei uns die in einem extrem schlechten Zustand ist. Nach einiger Zeit herumgeholpere tauchten seitlich der Straße Strohhütten und Wellblechdachhütten auf. Ich fühlte mich schlecht.  

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Das Hotel lag dann umgeben von kleinen Häusern und viel Armut. Vom Zimmer aus konnte man auf die Duschen der Nachbarn blicken. Ein paar Wasserkübel hinter einem Mauereck. Ich hatte mich aber bereits an die neue Umgebung gewöhnt. Erste Fotos waren die Folge.

In der Lobby wartete bereits Mrs. Aye Aye auf uns. Sie sollte die kommenden Tage für uns organisieren. Nicht nur von ihrer Statur auch von ihrer extrem freundlichen Art erinnerte sie mich an Melissa McCarthy in Gilmore Girls. Wir besprachen das Programm mit ihr, das scheinbar gut und sehr straff durchorganisiert war. Abschließend gab sie uns ein paar Tipps zum Essengehen und setzte uns noch gleich wie eine bemühte Mutter in ein Taxi. Dieses sollte uns zum höchsten Punkt der Stadt bringen und dann eben zur Futterstelle. Wir absolvierten beide Programmpunkte wie Profis. Am Berg machten wir die obligatorischen Fotos, im Lokal bestelle ich alles von dem ich mir nicht mal vorstellen könnte was es war. Es kam so viel dass es am Tisch keinen Platz mehr fand. Alex meinte ich wäre ein unmöglicher Tourist.

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Die Leute hier leben in Armut und ich bestellte so viel dass wir es keinesfalls essen konnten. Ich hatte diesmal keine Bedenken, da uns die Kellner nur auslachten. Wahrscheinlich hauptsächlich aufgrund der Grimassen die entstanden als wir die merkwürdigen Dingen in den Mund nahmen.

Im Hotel zurück ging ich mit Dani noch eine Runde um den Block. Alles wirkte inzwischen anders als vor wenigen Stunden bei unserer Ankunft. Ich fand Gefallen an der Stadt.

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