Myanmar - Thailand (Tag 9)

Myanmar - Thailand (Tag 9)

Tag 9: Flughäfen und Dschungelschock

Heute war das Ende unseres Besuches in Myanmar gekommen. Kurz vor 13.00 Uhr würde unser Flug vom Mandaly-International Airport zurück nach Bangkok gehen. Die umsichtige Marlene wollte um neun Uhr am Flughafen sein. "Es könnte ja lange dauern". Also fand sich die Gruppe früh morgens beim Frühstück zusammen. Es war kurz nach sieben und alle hatten Hangover vom abendlichen Gelage. Am Flughafen waren wir dann um 9.00 Uhr. In den kommenden Stunden konnten wir dann nichts tun. Denn durch den Security-Check wurden wir erst mal nicht gelassen. Eine Burmesin machte die Sicherheitskontrolle. Auf mich wirke die kleine schlanke Frau, deren Alter unmöglich abzuschätzen war, eher wie ein Kind das beschützt werden musste. Nicht wie jemand der den Flughafen beschützt. Aber für uns jedenfalls war es, viel zu früh und der Flug noch nicht auf der Liste des Security-Personals. Ich hätte also noch mindesten zwei Stunden schlafen können.

Rauchen, Schlafen und Meditieren

Das Hangover wirkte sich aus. Wie ein Kleinkind war ich genervt und wanderte umher. Aber es konnte eh keiner was tun. Alex machte das Beste aus der Situation und legte sich quer über vier Plastiksessel und schlief. Dani ging regelmäßig burmesische Arbeiter-Zigaretten rauchen und Marlene meditierte. Das war bei ihr etwas anders als ich es von Alex gewohnt war, aber auch daran hatte ich mich die letzten Tage gewöhnt. Zur Meditation packte sie meist einen Taschenrechner, Stift und Zettel aus. Dann wurden die fein säuberlich, über den Vortag gesammelten Rechnungen ausgebreitet. Es konnte beginnen: unter Beachtung aktueller Tageskurse unter Einberechnung von Schwankungen, Buchungs- und Wechselgebühren wurden alle unsere Rechnungen in eine Excel-Liste übertragen. Hier und da hörte ich so was wie ein "na des gibt’s ja net". Ich nehme an, dass es sich bei ihrer Art der Meditation dabei um eine Abwandlung des sonst verwendeten "Ohmmmm"s handelt. Und so war auch Marlene bis zu unserem Abflug beschäftigt. Dann war alles eher etwas unspektakulär. Wir waren zum Zwischenstopp in Bangkok und leider etwas zu dumm "Fly Through" zu organisieren. Also checkten wir erst mal ganz aus, holten unser Gepäck und dann gleich wieder, mit Gepäck beladen, in den Airport ein. Aber das war dann eigentlich schon alles, was Aufregendes geschah. Kurz nach sechs nahmen wir eine Maschine in den Süden Thailands die uns wenig später in Surat Thani absetzte.

Als Familie ins Bamboo-Tree-Hut

Als wir dort aus dem Flieger stiegen und über das kleine Rollfeld gingen musste ich lächeln. Es sah hier aus, wie an einem Bahnhof am Land, nicht wie auf dem „Surat Thani International Airport“. Das Gebäude war klein und in den 80ern erbaut worden. Dementsprechend war alles schon etwas grausig. Die Halle bot Platz für vielleicht 200 Leute. Ich vermisste nur den Schalter zum Fahrkartenkauf, mit dem Schild "Stationsaufsicht auf Rundgang" und hätte mich sonst wirklich wie zu Hause gefühlt.

Marlene hatte uns ein Air-Port-Pick-Up organisiert. Ein dicklicher Thai mittleren Alters wartete auch mit einem Schild auf dem Marlenes Name + Familie stand. Wir freuten uns alle bereits nach zwei Wochen als Familie anerkannt zu werden und es ging zügig los. Wir hatten ja noch eine zweistündige Fahrt durch die thailändische Nacht vor uns. Keiner konnte sehen wo wir uns befanden, oder wie die Natur gerade aussah. Aber irgendwann wurde das Auto langsamer und bog auf eine noch holprigere Straße, als zuvor, ein. Scheinbar waren wir am Ziel angekommen. „Arts River Lodge in Kao Sak“. Marlene hatte uns hier zwei Tage Dschungelcamp organisiert. Ich wollte ja Abenteuer. Und das bekam ich gleich als Alex und ich unsere Bamboo-Tree-Hut betraten. Es gab weder Fenster noch verschließbare Türen. Nur ein düsteres Deckenlicht warf seinen Schein auf ein gigantische Moskitonetz das von der Decke hing. Das mit der Natur hatte ich mir anders vorgestellt. Irgendwie mehr so im klimatisierten Zimmer, durch das Fenster mit dem anderen Auge die neue „Staffel Game of Thrones“ anguckend. Naja nun erwarteten uns drei Nächte im Freien. Das könnte ja was werden.

 

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